Wir fliegen mit der
airberlin
und
Lufthansa
Jeder dritte Flugpassagier sitzt mit Angstgefühlen im Flugzeug. Die Reise bedeutet Stress; für viele ist sie der pure Alptraum. Die Freude auf das Reiseziel wird überschattet von Magenkrämpfen, schweißnassen Händen und Schlimmere.
Woher Ihre Flugangst kommt, und was Sie gegen die Angst vorm Fliegen tun können. Und die Strategien können Sie, ganz nebenbei gesagt, auch für den Alltag am Boden einsetzen.
Flugangst macht sich bemerkbar wenn Sie vor und während des Fluges einige der folgenden Reaktionen verspüren:
a) Sie haben Negative Gefühle
Sie verspüren gar Angst oder Panik. Sie haben Angst sogar verrückt zu werden oder zu sterben. Sie sind gestresst und überempfindlich und haben Angst vor Turbulenzen, Geräuschen und der Enge im Flugzeug.
b) Ihre Unangenehmen Körperreaktionen sind zum Beispiel Herzrasen, Schweißausbrüche, Magenschmerzen, Atemnot. Da bei jedem Menschen Individuell auch andere unangenehme Körperreaktionen auftreten können, kann die Liste noch verlängert werden.
c) Ihr Verhalten ist verändert Sie greifen zu Beruhigungstabletten der Alkohol ist auch im Spiel und der Fluchtgedanke ist übermächtig. Die Aggressivität gegenüber anderen Menschen nimmt zu, auch hier gilt, da jeder Mensch verschieden ist, kommen auch andere Verhaltensveränderungen in betracht.
Ihr Körper reagiert in diese Art und Weise bei Flugangst und ist völlig normal. Die Gründe sind vielfältig, wir schauen sie uns zusammen mal an.
Was sind nun die Gründe Ihrer Flugangst
Ihre Gedanken und Bilder in Ihrem Kopf sind es, die Sie Ihre Flugangst verspüren lassen. Im folgenden werden wir mal einige Gedanken und Bilder mal ansehen:
"Hilfe, das Flugzeug stürzt ab."
"Hilfe, ich bekomme einen Herzinfarkt."
"Hilfe, wenn der Pilot einen Fehler macht."
"Hilfe, ich muss mich übergeben, und werde mich vor den Fluggästen blamieren."
"Hilfe, ich gerate in eine Panik und sehen meine Angst."
"Hilfe, ich verliere meine Kontrolle, wie schon einmal."
"Hilfe, ich sitze in der Falle wenn die Türen zu gehen. Ich bin gefangen und komme hier nicht mehr raus."
"Hilfe, die Triebwerke setzen aus, die Tragflächen brechen ab, .."
"Hilfe, Ich ertrage es nicht wenn ich die Kontrolle verliere und dem Piloten und der Technik der Maschine ausgeliefert bin."
Das Gefühl, das eigene Wohl in die Hände Fremder legen zu müssen, ohne selber auf das Geschehen Einfluss nehmen zu können, ist bei Flugangst ein sehr häufiger Angstauslöser. Parallel zur Flugangst findet sich sehr häufig die Angst vor geschlossenen Räumen so z.B. die Enge der Flugzeugkabine, Fahrstühle, Sessellifte und Züge usw. Angstauslösend ist hier vor allem die Vorstellung, im Falle einer Panik den Ort nicht schnell genug verlassen zu können.
Ihre Phantasien und Horrorgedanken sind es die Flugangst erzeugen.
Ich gehe davon aus dass das lesen dieser Gedanken ihre Flugangst noch verstärkt hat. Ihre Gedanken und Phantasien sind es, die Ihre Angst auslösen. Gleichzeitig beweist das aber auch dass Sie Ihre Flugangst selber abbauen können.
Mitreisende oder auch Geschäftsreisende haben solche Gedanken nicht. Diese können nur deshalb entspannt den Flug genießen,- weil sie sich auf ihre Urlaubsplanung oder schöne Gedanken über den Flug machen und Sie das Schweben über den Wolken, die gute Aussicht, den Service der Stewardessen, ihren Lieblingsroman, das Gespräch mit dem Sitznachbarn, das Bordvideo oder nutzen die Flugzeit zum Schlafen
Man könnte es auch so sagen:
Wenn Sie sich ängstliche Gedanken über das Fliegen machen und das Fliegen als Lebensgefährlich ansehen, wird Sie die Flugangst immer begleiten.
Die Angst ist eine angeborene psychische und körperliche Reaktion in lebensbedrohenden Situationen. Je nachdem, wie stark wir eine Gefahrensituation einschätzen, reagiert der Körper. Aber nichts verändert Angst mehr als neue, positive Erfahrungen in der direkten Konfrontation mit der bisher ängstigenden Situation.
Sie Vertrauen nicht darauf, sicher ans Ziel zu kommen, warum ist das so?
a).Sie haben mal etwas unangenehmes erlebt. Sie erlebten mal eine Zwischenlandung und dachten dies ist ein technischer Defekt. Sie hatten mal einen sehr unruhigen Flug (Turbulenzen). Ja, vielleicht hat auch ein Katastrophenfilm über eine Flugzeugentführung Sie so beeindruckt, daß Ihnen diese Bilder jetzt immer im Kopf herumkreisen. Das Kreisen des Flugzeuges über dem Flughafen hat Sie erschreckt.
b). Die Gefahren werden Überbewertet
Sie fragen sich, kann ein Flugzeug dieser Größe auch in der Luft gehalten werden? Oder aber Sie schätzen bestimmte fremdartige Geräusche, wie etwa das Ein- und Ausfahren der Start- und Landeklappen, Turbulenzen, Kurvenfliegen, das Beschleunigen oder das Abbremsen, Nebel oder die Eisbildung an den Fenstern als gefährlich ein
c). Sie neigen generell zu Ängsten
Vielleicht fühlen Sie sich an Bord eingesperrt und haben das Gefühl, einem wildfremden Piloten oder einer Technik ausgeliefert zu sein - ein Gedanke, der Ihnen starkes Unbehagen erzeugt, weil es Ihnen wichtig ist, alles selbst unter Kontrolle zu haben. Wenn Sie ohnehin ein Mensch sind, der schnell mit Angst reagiert vor Höhen, engen Räumen oder Menschenansammlungen, dann werden Sie wahrscheinlich diese Angst auch im Flugzeug erleben.
Wie dem auch sei, Ihre Flugangst ist nicht angeboren. Sie ist erlernt. Und da man alles, was man erlernt hat, auch wieder verlernen kann, haben wir eine gute Nachricht für Sie: Sie können Ihre Flugangst überwinden und lernen, das Fliegen zu genießen.
Sie denken Kontrolle ist besser als Vertrauen?
Das Vertrauen in die Technik, den Piloten und die Sicherheit des Fliegens fehlt Ihnen, um entspannt Fliegen zu können. Richtig?
Sie fahren Auto? Na klar, was ist denn das für eine Frage! Sie fahren auf der Landstrasse oder auf der Autobahn und denken sich nichts dabei, obwohl sie permanent in Gefahr sind. Sie werden überholt ständig kommen Ihnen Autos entgegen, von rechts oder links kann es krachen, alkoholisierte Autofahrer tummeln sich auf den Straßen usw. Darüber machen Sie sich keine Gedanken und deshalb haben Sie auch keine Angst, weil Sie sich routiniert fühlen und jeder Situation scheinbar gewachsen sind. Für sie ist das eine Selbstverständlichkeit sicher ans Ziel zu kommen. Ich möchte das nicht weiter ausführen, aber hier noch ein Paar Fakten: Ca. 5 000 Tödlich verlaufende Unfälle, 200 000 verletzte darunter ca. 20 000 schwerverletzte Autofahrer. Jetzt können wir das noch weiter verfolgen: Haushalts Unfälle, Sport Unfälle, usw.
Vertrauen, Vertrauen und nochmals Vertrauen in andere und dass alles gutgeht, ist die einzige Möglichkeit, wie wir gelassen Autofahren und andere Dinge machen, sowie fliegen können.
Der Schlüssel zur Überwindung von Flugangst ist das Vertrauen in den Piloten und der Technik.
Dass Fliegen keine harmlose Sache ist, zeigt mir meine Angst, verbunden mit den unangenehmen Körperreaktionen. "Ich hätte doch keine Angst, wenn Fliegen nicht gefährlich wäre". Dass Sie Angst verspüren und dabei ableiten das Fliegen gefährlich ist, ist genauso eine falsche Wahrnehmung als würden Sie aus Ihrer Gelassenheit beim Autofahren schlussfolgern, dass Autofahren völlig ungefährlich ist. Die Chance dass Sie in einen Autounfall verwickelt werden und tödlich verletzt werden ist um ein millionenfaches höher als dies eines Flugzeugabsturzes. Da Ihre Wahrnehmung beim Autofahren eine andere ist, verspüren sie keine Angst.
Ihre ängstlichen Gedanken sind es, die beweisen sollen, dass fliegen Gefährlich ist.
Ihre Angst sagt über die Gefährlichkeit des Fliegens rein gar nichts aus, sowie Ihre Gelassenheit beim Autofahren über die Ungefährlichkeit des Autofahrens etwas aussagt.
Hier die Zusammenfassung, was Sie jetzt über Flugangst gelernt haben.
A) Wenn Sie sich ängstliche Gedanken über das Fliegen machen, und das Fliegen als Lebensgefährlich ansehen, wird Sie die Flugangst immer begleiten.
B) Ihre Unangenehmen Körperreaktionen sind zum Beispiel Herzrasen, Schweißausbrüche, Magenschmerzen, Atemnot. Da bei jedem Menschen Individuell auch andere unangenehme Körperreaktionen auftreten können, kann die Liste noch verlängert werden. So macht sich Ihre Angst bemerkbar.
C) Ihre Flugangst ist kein Beweis, das Fliegen gefährlich ist, sondern lediglich ein Hinweis, dass Sie sich Katastrophengedanken machen. Ihre Angst vorm Fliegen rührt von Ihren ängstlichen Gedanken her.
D) Ihre Einflussmöglichkeiten bei der Flugangst sind sehr groß, denn Ihre Körperreaktionen kann man zum Beispiel, durch (Atemtechnik, Jakobsen Technik und einer Verhaltens - und Konfrontationstherapeutischen Maßnahme (Seminare) zum positiven verändern.
Abschließend muss noch gesagt werden, dass Flugangst und auch alle anderen Ängste die Sie einengen z.B. ( Agoraphobie, Aviophobie, Akrophobie, Klaustrophobie, generalisierte Angststörungen u.s.w.), eine Erkrankung darstellen und in professionelle Hände gehören.
Ängste sind gut behandelbar, werden aber immer eine Arbeit an sich selber bleiben.
Ängste können weder weggeklopft noch online oder gar Telefonisch behandelt werden.
Dies ist eine harte Wahrheit. Wenn Sie sie aber motiviert angehen. werden Sie dafür belohnt.
Das "neue" Lebensgefühl ist die Frucht bewusster Arbeit an sich selbst.
Wenn Sie es einmal erworben haben, ist es Ihnen so leicht nicht mehr zu nehmen.